Ritt auf der Rasierklinge

Foto: Uwe Serreck

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Die TSV Hannover-Burgdorf hat das erste Spiel der Gruppenphase im EHF Cup gewonnen. Gegen HC Eurofarm Rabotnik setzten sich DIE RECKEN mit 24:21 (16:14) durch.

„Das war ein sehr enges Spiel, aber wir sind froh, dass wir die zwei Punkte haben“, atmete Trainer Carlos Ortega nach den 60 Minuten, in denen es seine Mannschaft unnötig spannend machte, durch.

Den ersten Schockmoment musste Ortega bereits vor dem Anwurf verdauen, denn Rückraumspieler Fabian Böhm knickte beim Warmmachen um, und verpasste den Auftakt im EHF Cup. „Wir wollten kein Risiko eingehen und die Aufgaben auf andere Schultern verteilen“, erklärte Ortega. Zunächst lief das auch gut, denn der Angriff von Niedersachsens Spitzenhandballern lief mit einem glänzend aufgelegten Spielmacher Morten Olsen wie geschmiert. „Wir haben in der ersten Hälfte spielerisch sehr gute Lösungen gefunden und hätten zur Pause eigentlich höher führen müssen“, so Trainer Ortega.

Das seine Mannschaft nur ein 16:14 mit in die Pause nahm, hatte zwei Gründe. Vorne ließen DIE RECKEN zu viele klare Wurfchancen aus und in der Abwehr offenbarte die 6:0 Deckung zu viele Lücken. „Wir haben Rabotnik zu viele freie Würfe ermöglicht und nicht konsequent verteidigt“, bemängelte Carlos Ortega.

Nach der Pause sahen die über 3.500 Zuschauer in der sehr gut besuchten Swiss Life Hall ein völlig anderes Spiel. Auf einmal packten beide Mannschaften in der Abwehr richtig zu. „Es war wichtig, dass wir die Deckung gefixt haben“, so Rückraumspieler Nejc Cehte nach dem Spiel. In der Tat sollte die Abwehrleistung am Ende sogar den Unterschied ausmachen, denn den RECKEN gingen im Angriff zunehmend die Ideen aus, als Rabotniks Trainer Cirkovic gegen den besten Spieler Morten Olsen eine Manndeckung anordnete.

Fortan wuchs die Fehleranzahl im RECKEN-Angriff an und die Niedersachsen drohten nach dem 22:18 den sicher geglaubten Heimsieg noch zu verspielen. Rabotnik kam auf 22:21 heran und hatten sogar mehrfach die Chance, die Partie auszugleichen. Doch DIE RECKEN konnten sich in dieser Phase auf ihre Abwehr und Torhüter Urban Lesjak (s. Foto) verlassen, der die Würfe aus dem Rückraum zumeist abwehren konnte. „Es war entscheidend, dass wir die Deckung dicht bekommen haben“, freute sich Carlos Ortega.

So schafften es DIE RECKEN nach dem 23:21 durch Häfner und dem 24:21 durch Johannsen, gleichbedeutend mit dem Endstand, den Deckel auf die Partie zu machen. „Es war am Ende ein Ritt auf der Rasierklinge, was unnötig war, denn wir hätten die Begegnung vorher entscheiden müssen. Trotzdem sind wir sehr froh, dass wir die Punkte in Hannover behalten, denn wir wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, das erste Spiel zu gewinnen“, fasste Rechtsaußen Johannsen die Gemütslage im RECKEN-Lager treffend zusammen.

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