Finale Vorrunde: Kiel trifft auf Veszprem

Foto: Lächler

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Der THW Kiel hat am Mittwoch ein echtes Endspiel vor der Brust: Das Heimspiel gegen den Verfolger Telekom Veszprem ist so etwas wie der erste Matchball um den Gruppensieg in der VELUX EHF Champions League.

Gewinnen die Zebras den Königsklassen-Klassiker gegen die ungarische Weltklasse-Mannschaft, ist ihnen Platz eins in der Gruppe B nicht mehr zu nehmen. "Das sind die Spiele, auf die sich jeder Sportler freut", sagt Kapitän Domagoj Duvnjak. "Wir wollen den Gruppensieg, und wir wollen ihn jetzt gemeinsam mit unserer 'weißen Wand' holen. Veszprem ist eine Mannschaft mit einer unglaublichen Qualität. Deshalb brauchen wir am Mittwoch vom Warmmachen bis zum Schlusspfiff eine echte Endspiel-Stimmung bei uns in der Arena." Anpfiff ist um 19 Uhr, noch gibt es - unter anderem in der THW-FANWELT und unter www.thw-tickets.de - einige wenige Karten für das Spitzenspiel.

Die Spannung ist spürbar, das Kribbeln steigt mit jeder Minute: Wenn am Mittwoch der THW Kiel und Telekom Veszprem zum insgesamt 20. Mal aufeinandertreffen (siehe auch Gegnerstatistik Telekom Veszprem im THW-Archiv) geht es um viel. Der Tabellenführer aus Kiel gegen seinen direkten Verfolger - mehr Spitzenspiel geht in der Vorrunde der VELUX EHF Champions League nicht. Mit ihren bisherigen Leistungen haben sich die Schwarz-Weißen eine Ausgangslage in der Gruppe B geschaffen, die aus dem Königsklassen-Klassiker so etwas wie ein echtes Finale macht: Gewinnt der THW Kiel (18 Punkte) das Spiel gegen die Ungarn (16 Punkte), ist ihm aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs der Gruppensieg nicht mehr zu nehmen. Kapitän Duvnjak bringt es auf den Punkt: "Unser ganz großes Ziel ist das VELUX EHF Final4 in Köln. Auf dem Weg dorthin wäre der Gruppensieg ein echter Meilenstein. Deshalb wollen wir uns diesen jetzt auch nicht mehr nehmen lassen!"
Noch einige Tickets erhältlich

Die Vorzeichen sind beim THW Kiel allerdings nicht die besten: Ausgerechnet gegen die Tormaschine der Gruppe B, im Schnitt erzielte Telekom Veszprem bisher 33 (!) Treffer pro Partie, ist durch den Ausfall von Patrick Wiencek (Gehirnerschütterung im Heimspiel gegen Erlangen) das vielleicht beste Abwehrzentrum Europas gesprengt worden. Zudem ist noch unklar, ob Nikola Bilyk, der den 29:15-Sieg gegen Erlangen aufgrund eines Infektes nur von der heimischen Couch aus verfolgen konnte, gegen Veszprem wird spielen können. "Wir stehen als Mannschaft eng zusammen", sagt Duvnjak. "Jetzt müssen wir für dieses Top-Spiel noch enger zusammenrücken. Dabei können und müssen uns unsere Fans unterstützen." Ins gleiche Horn stößt auch THW-Geschäftsführer Viktor Szliagyi: "Das Spiel gegen Telekom Veszprem ist eine Riesen-Aufgabe. Es ist richtig wichtig, dass unsere Fans noch ein paar mehr Dezibel als normal draufpacken!" Die Sparkassen-Arena wird aller Voraussicht nach am Mittwoch erstmals in der Gruppenphase ausverkauft sein. Noch gibt es allerdings wenige Sitz- und Stehplätze für die Partie an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in der THW-FANWELT, die am Spieltag von 10 Uhr bis zum Anpfiff geöffnet haben wird, im Ticketcenter der Arena, bei CITTI und in allen famila-Märkten mit Ticketservice und rund um die Uhr im Online-Ticketshop des THW Kiel.

Die Ungarn reisen mit viel Selbstbewusstsein an die Förde. Kein Wunder, hat die Mannschaft von Trainer David Davies, die wir bereits im Vorbericht zum Hinspiel ausführlich vorstellten, doch einmal mehr zur Erfolgsserie angesetzt: In der Liga ist Telekom Veszprem nach 14 Spieltagen noch ungeschlagen, im Pokal steht der Rekordmeister im Halbfinale und ist in der multinationalen SEHA-League ebenfalls auf Rang eins gelistet. In der VELUX EHF Champions League hat das Team um die Haupttorschützen Petar Nenadic (56 Treffer), Dragan Gajic (48) und Rasmus Lauge (42) nach schwierigem Start zuletzt mit Vehemenz seine Titelansprüche untermauert: Die letzten fünf Spiele gewannen die Magyaren deutlich, zuletzt gab es am vergangenen Wochenende einen 31:24-Sieg beim heimstarken FC Porto. Champions-League-Sieger Vuko Borozan, mit dem ehemaligen Kieler Rogerio Moraes Ferreira Neuzugang vom HC Vardar, traf dabei sieben Mal. Der Erfolg kam sogar ohne zwei Stützen zustande: Voraussichtlich bis März wird der Ex-Flensburger Kentin Mahé nach einem inzwischen operierten Riss der Patellasehne aussetzen müssen. Gar nicht mehr in dieser Spielzeit eingeplant ist der ehemalige Magdeburger Kent Robin Tönnesen nach einer Verletzung an der Achillessehne. Doch am Plattensee gibt es keinen Grund zum Jammern, denn in dem 28-Mann umfassenden Riesen-Königsklassen-Kader der Ungarn gibt es mit Mate Lekai, Nenadic, Lauge, Pawel Paczkowski sowie dem als Riesentalent gehandelten Ägypter Yahia Omar viele weitere spielstarke und prominente Rückraum-Akteure.

Der THW Kiel trifft am Mittwoch also auf einen der Top-Titelfavoriten in der Königsklasse. Anwurf ist Mittwoch um 19 Uhr, um 17 Uhr öffnen die Hallentore für die Fans. Sky überträgt live. Schiedsrichter der Begegnung sind die beiden Kroaten Dalibor Jurinovic und Marko Mrvica, der Belgier Klaus Dieter Convents vertritt die EHF im Kampfgericht. Für den THW Kiel kommt es gegen die Mannschaft, die in den vergangenen sechs Jahren nur einmal das VELUX EHF Final4 verpasste und gleich dreimal im Finale stand, auf jede Abwehraktion, jedes Tor und die "weiße Wand" an: Sie kann Druck auf den Gegner ausüben, den man gegen solche Teams braucht. "Wenn unsere Fans richtig Stimmung machen, hilft uns das enorm. Das gibt uns so viel Energie", sagt Niclas Ekberg - und fügt hinzu: "Wenn unsere Arena richtig kocht, hat es jede Mannschaft der Welt schwer, uns zu Hause zu besiegen." Es ist angerichtet: Alles ist bereit für das Spitzenspiel der VELUX EHF Champions League. Raus aus den Sitzen, Kiel - es ist fast Final-Zeit an der Förde!

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