Flensburg wie aus einem Guss - Update

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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Im Kampf um den vierten Platz in der Staffel A der VELUX EHF Champions League hat die SG Flensburg-Handewitt nicht aufgesteckt. Sie schlug MOL-Pick Szeged mit 34:26 (17:11) und verbesserte sich mit dem dritten Sieg in Folge auf 13:13 Punkte.

Dem Gast aus Szeged merkte man zunächst an, dass er ernsthaft um die Chance auf den Gruppensieg kämpfte. Schnell hieß es 2:5. Und das trotz eines Keepers Benjamin Buric, der sofort zur Höchstform auflief und zwei Siebenmeter abwehrte. Der zweite brachte allerdings im Nachwurf den Erfolg für den ungarischen Vizemeister. Bei der SG erreichte Marius Steinhauser die nötige Zielgenauigkeit. Holger Glandorf düste durch zum 6:5. Szeged bot nun Dean Bombac und Joan Canellas gleichzeitig auf. Die SG hatte noch Michal Jurecki, Simon Jeppsson sowie Jens Schöngarth in der Hinterhand und gewann immer mehr Oberwasser. Magnus Jöndal markierte mit einem Doppelschlag das 11:9. Als die Uhr bei 24:13 Minuten stoppte, winkte SG Coach mit seiner grünen Karte einen Akteur auf das Spielfeld: Hampus Wanne. Mit einem Comeback-Siebenmeter meldete sich der Schwede zurück. Praktisch mit der Halbzeit-Sirene erhöhte Marius Steinhauser vom rechten Flügel auf 17:11.

Die SG war gewarnt: Erst am Sonntag hatte Szeged gegen Paris einen Sechs-Tore-Rückstand aufgeholt. Außerdem hatten die Hausherren bislang sehr davon profitiert, dass Benjamin Buric mit einer 50-Prozent-Quote das Torhüter-Duell nominierte. Die Skeptiker wurden schnell beruhigt. Der Vorsprung schrumpfte nicht – er wuchs. Holger Glandorf und Simon Jeppsson trafen und bauten die Führung auf 23:15 aus. Die Begeisterung auf den Rängen nahm fast minütlich zu. Die letzten 20 Minuten durfte Hampus Wanne nicht nur bei den Strafwürfen, sondern auch auf der linken Außenbahn ran. Die SG agierte nun mit neuen Rückraum-Besetzungen und zeigte dennoch einen souveränen Ritt. Da war die vierseitige Danke-Tour an die Fans ein uneingeschränkter Genuss.

Maik Machulla, SG Trainer: „Ich bin überrascht. Gegen ein europäisches Top-Team hätte ich nie ein so deutliches Ergebnis erwartet. Wir waren sehr gut vorbereitet und glaubten an unsere Chance. Ich bin sehr stolz darauf, dass wirklich jeder seine Leistung brachte. Wir freuen uns heute über die beiden Punkte, ab morgen gilt der Fokus nur noch Wetzlar.“

Hampus Wanne, SG Linksaußen: „Ich fühle mich großartig. Die letzten fünf Monate waren eine lange Zeit, nun freue ich mich, wieder zu spielen. Die Mannschaft hat einen enormen Charakter bewiesen, trotz einiger verletzter Spieler gegen so einen Gegner eine solche Leistung abzurufen. Benjamin Buric und die Deckung waren unglaublich.“

Juan Carlos Pastor, Trainer von MOL-Pick Szeged: „Die SG war sehr gut, während wir nur schleppend in die Partie kamen. Nach dem Sieg gegen Paris hätte ich von uns mehr Dynamik erwartet. Aber wir machten in Angriff und Abwehr zu viele Fehler. 25 Fehlwürfe und acht Ballverluste sind enttäuschende Zahlen. Ich hoffe, meine Mannschaft lernt aus diesem Spiel.“

Bogdan Radivojevic, Rechtsaußen von MOL-Pick Szeged: „Es war sehr schön, wieder in der Stadt und in der Halle zu sein. Ich hatte mich in Flensburg sehr wohl gefühlt. Heute haben wir allerdings sehr schlecht gespielt, wir haben das Spiel irgendwie verschlafen. In Barcelona müssen wir am übernächsten Wochenende viel besser spielen, um eine Chance zu haben.“

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