Rückspiel am Mittwoch in Porto

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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So schnell bekommt man im sich immer rasanter drehenden Handball-Rad selten die Chance zur Revanche: Bereits am Mittwoch können die Zebras gegen den FC Porto Sofarma Wiedergutmachung für die 27:28-Heimniederlage betreiben.

Nötig wird hierfür allerdings eine deutliche Leistungssteigerung bei den Kielern sein, die am Sonntag zu viele Möglichkeiten liegen und den Portugiesen zu viel Raum ließen.

"Wir konnten über 60 Minuten nicht das abrufen, was uns auszeichnet", sagte THW-Trainer Filip Jicha. "Nach dem Spiel war ich traurig und wütend, weil diese Niederlage vollkommen unnötig war. Unsere Leistung gegen diesen starken Gegner war einfach nicht ausreichend." Am Mittwoch nun folgt Teil zwei des Porto-Duetts im Wechsel zwischen Hin- und Rückrunde - eine Aufgabe, die in der stimmungsvollen "Dragao Arena" mit Sicherheit nicht leichter sein wird als das Hinspiel. Anwurf in Porto ist um 20 Uhr deutscher Zeit, Sky überträgt live.

"Bis Mittwoch." Als sich THW-Trainer Filip Jicha und sein Porto-Pendant Magnus Andersson am Sonntag nach der Pressekonferenz verabschiedeten, war das schnelle Wiedersehen bereits Thema. Denn ausnahmsweise haben in diesem Fall Gastgeber wie Gäste Reisestress: Während die Portugiesen noch am Abend nach ihrem ersten Auswärtssieg gegen den THW gut gelaunt ob dieses neuerlichen Beweises ihrer Stärke nach Hamburg fuhren, dort dann am Flughafen übernachteten, um Montagmorgen gen Heimat aufzubrechen, wurde bei den Zebras die Begegnung am Montag im Training analysiert.

"Die Niederlagen schmerzen mich persönlich sehr", sagte Filip Jicha. "Meine Ansprache im Training war ein langer Monolog, danach haben meine Spieler in der Kabine untereinander über das Geschehene gesprochen. Jedem muss klar sein: Wenn man das THW-Logo auf der Brust und noch Luft nach oben hat, dann sollte man diese nutzen, um die Mannschaft und den Verein nach vorn zu bringen." Gegen Porto sei zu wenig gekommen. "Portos Mannschaft hat mit einer massiven, physischen Abwehr, mit bulligen Typen wie die Wahnsinnigen gekämpft. Dagegen reichen 80 Prozent einfach nicht. Das tun sie aber auch nicht gegen jeden anderen Gegner in dieser starken Gruppe."

Leichter werde es am Mittwoch gewiss nicht, weiß der THW-Trainer. "Mit ihren Fans im Rücken werden sie noch einmal eine Schippe drauflegen", so Jicha. "Trotzdem fahren wir natürlich dorthin, um den Schalter umzulegen und die zwei Punkte zu holen - auch wenn das gewiss nicht einfach wird." Die Auswärtstour beginnt für den THW Kiel am Dienstagmorgen. Von Hamburg geht es via Frankfurt in die gut 2.000 Kilometer entfernte Hafenstadt an der Atlantikküste, wo am Abend in der "Dragao Arena" in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fußballstadion des FC Porto das Abschlusstraining stattfinden wird. Die "Dragao Arena", die 2225 Zuschauern Platz bietet, wird einen Tag später die Zebras mit ohrenbetäubenden Lärm empfangen, denn für den FC Porto ist das Spiel vor eigenem Publikum gegen die Kieler ein Höhepunkt der Gruppenphase. Und das, obwohl die Portugiesen zu Hause noch ungeschlagen sind. Nach dem 27:25-Auftakterfolg gegen Brest gab es einen 33:30-Triumph über PGE Vive Kielce, während Zaporozhye (35:35) und Montpellier HB (23:23) mit einer großen Portion Glück wenigstens einen Punkt aus Porto entführen konnten. Auch durch den Erfolg in Kiel hat sich der FC Porto Sofarma zum Start der Rückrunde in der Gruppe B eine komfortable Ausgangssituation für den Kampf um die K.o.-Runde erarbeitet: Mit derzeit acht Zählern - gleichauf mit den "VELUX EHF Final4"-Kandidaten aus Veszprem und Kielce - liegt der Club nur drei Punkte hinter dem Tabellenführer aus Kiel.

Nicht mit nach Porto reisen werden die beiden Langzeitverletzten Steffen Weinhold und Gisli Thorgeir Kristjansson. "Man beginnt die Saison mit 17 fitten Spielern, im Dezember hat man vielleicht noch zehn, die nicht verletzt oder angeschlagen sind", sagt Jicha. "Das ist bei unserem Programm leider normal. Damit wissen wir umzugehen." Anwurf zum 25. Pflichtspiel der Zebras in dieser Saison - gleichzeitig Rückrunden-Auftakt in der Gruppenphase der VELUX EHF Champions League - ist am Mittwoch um 20 Uhr deutscher Zeit, die Begegnung wird von Jonas Eliasson und Anton Palsson aus Island geleitet. Aus Slowenien nach Porto reist der EHF-Delegierte Tomo Vodopivec.  Weiter geht's in Porto, Kiel!

 

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05.02.2020 12:00
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HC Motor Zaporozhye - HC Meshkov Brest 0 : 0
05.02.2020 19:00
EHF Champions League, 11.Spieltag
  
THW Kiel - HC Vardar 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 16.12.2019 02:14:05
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