Kiel will gegen Zaporozhye nachlegen

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Nach dem Topspiel in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga ist für die Kieler wieder vor der VELUX EHF Champions League: Bereits am Mittwoch und damit nur drei Tage nach dem Spitzenspiel gegen Hannover wartet auf den THW Kiel die nächste schwierige Aufgabe.

In der Königsklasse will die Mannschaft von Trainer Filip Jicha unbedingt das Heimspiel gegen Motor Zaporozhye gewinnen, um im Kampf um den Gruppensieg weiter vorzulegen. Die Partie gegen das Team des ehemaligen Zebras Dener Jaanimaa wird um 19 Uhr in der Sparkassen-Arena angepfiffen, es gibt noch Tickets in allen Kategorien (ab 14,50 Euro in der THW-FANWELT, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und online unter www.thw-handball.de/tickets ). "Wir hoffen, dass uns unsere Fans wieder so großartig wie gegen Hannover unterstützen", sagt THW-Kreisläufer Patrick Wiencek. "Unsere 'weiße Wand' ist in diesen kraftraubenden Tagen, Wochen und Monaten sehr wichtig für uns."

Bereits am Montag reiste der kommende THW-Gegner, den wir Ihnen bereits im Vorbericht zum Hinspiel ausführlich vorgestellt hatten, aus Montpellier direkt nach Kiel, um sich optimal auf die Begegnung in der Sparkassen-Arena vorbereiten zu können. In Südfrankreich hatten die Ukrainer dem favorisierten Champions-League-Sieger 2018 lange Zeit erfolgreich Paroli geboten, um am Ende doch beim 30:34 doch wieder mit leeren Händen dazustehen. Eine Parallele zu den bisherigen Königsklassen-Auftritten des HC Motor Zaporozhye, der vor dem Start in die VELUX EHF Champions League das Ziel "Viertelfinale" ausgerufen hatte. Denn auch gegen Vardar (30:31) und im Hinspiel gegen Montpellier, als man kurz vor Schluss den Treffer zum 25:26-Endstand kassierte, musste man trotz starker Leistungen letztlich dem Gegner gratulieren. Auch im Hinspiel gegen den THW Kiel: Lange Zeit bot man im "Yunost Sportpalast" den Zebras Paroli, hatte in 18-Paraden-Torhüter Komok den überragenden Akteur in den eigenen Reihen, ließ den Kielern mit einer aggressiven Abwehr kaum Raum zur Entfaltung und sorgte mit dem unkoventionellen Angriffsspiel für Verwirrung in der schwarz-weißen Deckungsreihe. Mit einer Energieleistung, wichtigen Paraden von Dario Quenstedt in der Schlussphase und insgesamt sieben Treffern von Harald Reinkind hatten die Kieler am Ende beim 30:27 die Nase vorn.

Unter dem Strich blieb es aber bei bisher nur einem errungenen Punkt. Die K.o.-Runde ist daher nach nur einem Hinrunden-Zähler in weite Ferne gerückt. Und das hatte Konsequenzen: Coach Mykola Stepanets trat "aufgrund der Erfolglosigkeit in der Königsklasse" zurück, der bisherige Co-Trainer Rostislav Lanovich und Ex-Spieler Sergey Serenko sollen jetzt die Mannschaft beflügeln - beim beim bisher einzigen Punktgewinn, den die Ukrainer ausgerechnet beim heimstarken FC Porto feierten: Satte zwölf Treffer steuerte Barys Pukhouski, Dreh- und Angelpunkt des Motor-Angriffs, zum 35:35 in Porto bei. Der inzwischen 32-jährige Weißrusse war in der Saison 2018/2019 viertbester Werfer der Königsklasse, obwohl er vier Spiele weniger als die "VELUX EHF Final4"-Teilnehmer absolviert hatte. Und auch in dieser Spielzeit ist Pukhouski, der mit der Traditions-Nummer "10" aufläuft, wieder "on fire": Mit 39 Treffern ist er bester Torschütze der Mannschaft, in der seit diesem Sommer mit Dener Jaanimaa ein ehemaliger Kieler im rechten Rückraum für Gefahr sorgt: Der Este, der 28 Mal das Zebra-Trikot mit der "24" trug und die Zeit beim THW Kiel "wie ein wahr gewordenes Märchen" in Erinnerung hat, brennt auf die Rückkehr nach Kiel: "Ich freue mich riesig auf das Spiel, auf die Arena, die Fans und Kiel. In der Sparkassen-Arena zu spielen, war und ist immer etwas Besonderes. Egal, ob du das THW-Trikot trägst oder als Gegner einläufst."

Für den THW geht es am Mittwoch um nicht weniger als die Verteidigung der Tabellenführung. Mit einem Sieg könnten die Zebras den Vorsprung auf Montpellier HB, erster Verfolger in der starken wie ausgeglichenen Gruppe B, konstant bei zwei Punkten halten - und bereits am neunten Spieltag die Achtelfinal-Qualifikation unter Dach und Fach bringen. "Wir spielen zu Hause, wir wollen mit unseren Fans diese zwei Punkte unbedingt holen", sagt Wiencek, und ergänzt: "Egal, wieviele von uns am Mittwoch spielbereit sind." Die Personalsituation bei den Zebras hat sich zuletzt durch den Muskelfaserriss von Domagoj Duvnjak noch einmal verschärft. Mit dem Kapitän, Steffen Weinhold und Gisli Thorgeir Kristjansson fallen gleich drei Rückraumspieler aus, Niclas Ekberg wird voraussichtlich wieder nur für Siebenmeter zur Verfügung stehen. Zudem ist Sven Ehrig, in der vergangenen Woche mit einem Zweitspielrecht ausgestatteter Linkshänder, aufgrund der Melde-Fristen in der VELUX EHF Champions League frühestens ab Februar einsetzbar.

Das vorletzte Königsklassen-Heimspiel des Jahres 2019 wird in der Sparkassen-Arena um 19 Uhr angepfiffen. Schiedsrichter sind Michal Badura und Jaroslav Ondogrecula aus der Slowakei, der Österreicher Helmut Wille wird als EHF-Delegierter am Zeitnehmertisch Platz nehmen. Sky überträgt aus Kiel, mit den "Supersport Tickets" kann man auch flexibel ohne lange Vertragsbindung live dabei sein (mehr Infos und Buchung unter skyticket.de).

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Ergebnisdienst Pokal

05.02.2020 12:00
EHF Champions League, 04.Spieltag
  
HC Motor Zaporozhye - HC Meshkov Brest 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 10.12.2019 18:22:26
Legende: ungespielt laufend gespielt